Hierzu zählen gleichermaßen das spanische Pferd (allgemein als Andalusier bezeichnet, reinrassig ein `P.R.E.`) wie auch der portugiesische Lusitano. Beide Rassen konnten im Verlauf der Jahrhunderte ihre wesentlichen Eigenschaften bewahren. Entsprechend dem Größenverhältnis der beiden Länder ist die Pferdepopulation in Spanien erheblich größer als in Portugal. Die Hochblüte der iberischen Pferdezucht entfaltete sich gegen Ende der Maurenherrschaft (1492). Damals wurden diese Pferde an den europäischen Fürstenhöfen wegen ihrer Rittigkeit, ihres tänzerischen Charmes sowie aufgrund ihrer durchschlagenden Vererbungskraft als Veredler der gröberen europäischen Pferderassen sehr geschätzt.

 

Die Zucht der Lipizzanerrasse begann im Jahre 1580 im kaiserlichen Hofgestüt Lipica (heutiges Slowenien), das damals von Erzherzog Karl gegründet wurde. Der Lipizzaner war ursprünglich eine Mischrasse und wurde im Lauf der Jahrhunderte durch eine spezifische Zuchtauswahl zu dem Pferd entwickelt, das wir heute kennen. Der Lipizzaner war damals eine der bevorzugten Pferderassen der höfischen Kultur und wurde vom Adel vornehmlich zu Repräsentationszwecken eingesetzt.
Als Stammväter der heutigen Lipizzaner gelten folgende Hengste: Pluto, Conversano, Neapolitano, Favory, Maestoso, Siglavy, sowie die beiden Nebenlinien Tulipan und Incitato.
Auch heute noch üben die Lipizzaner eine besondere Fasination auf viele Menschen aus und manifestieren ein wertvolles Bindeglied zwischen Tradition und Moderne.

   

Die Friesen sind eine alte niederländische Pferderasse. Im Mittelalter waren sie bekannt und begehrt als „große und schwere Ritterpferde“. Der Beharrlichkeit einiger Liebhaber dieser Rasse ist es zu verdanken, dass sie sich bis zum heutigen Zeitpunkt erhalten hat. Friesenpferde sind heute grundsätzlich schwarz. Früher kamen auch Braune und Schimmel vor. Ins Auge springende Kennzeichen sind neben der Farbe der edle Kopf mit kleinen Ohren, ausdrucksvolle Augen, die lange volle Mähne und der üppige Kötenbehang.
Das Friesenpferd verbindet Temperament mit Ehrlichkeit, hat einen freundlichen Charakter und besitzt viel Nervenstärke. Diese Pferde eignen sich hervorragend zum Fahren, erfreuen sich aber auch großer Beliebtheit bei den Anhängern der klassischen Reitkunst.
   
Der Knabstrupper ist eine alte dänische Kulturrasse, entstanden aus einer Farbvariante des einst weltberühmten dänischen Frederiksborgers. Nach dem Untergang des Gestüt Frederikborg wurden die Knabstrupper auf dem dänischen Gut Knabstrup weitergezüchtet. Von diesem Gut erhielt die Rasse ihren heutigen Namen. Knabstrupper zählen zu den Warmblütern und werden den Barockpferderassen zugeordnet. Wie bei den Lipizzianern und den Spanieren gibt es auch beim Knabstrupper zwei verschiedene Typen. Man unterscheidet den sogenannten barocken und den modernen Typ. In Abhängigkeit des Types erfolgt natürlich die vielseitige Einsetzbarkeit dieser Rasse.